Genese aus Kunst und Wirtschaft

Mit „Kunst und Wirtschaft“ werden zwei gesellschaftliche Systeme beschrieben, die sich „strukturell koppeln“, also sich gegenseitig penetrieren.

Dabei entstehen sowohl gerichtete Wirkungszusammenhänge als auch neutrale Synthesen – Neuschöpfungen, die beide Systeme betreffen und ganz eigene Charaktere aufweisen.

Diese generierten Spielarten der Schnittmenge werden basal wissenschaftlich untersucht. Zur ihrer Vermittlung werden Vorlesungen, Kolloquien und Seminare in Theorie und Praxis angeboten.

KuuWi als Fach

Das Fach „Kunst und Wirtschaft“ (KuuWi) untersucht solche Schnittmengenprobleme zunächst anhand vorrangig sozialwissenschaftlicher Bezüge. Historische sowie zeitgeistliche Phänomene und Begriffe dienen hierfür als Indikatoren, welche sodann zum eigenen Forschungsgegenstand der Studierenden werden können. Der Theoriearbeit folgt vom Abstrakten hin zum Konkret-praktischen eine Orientierungs- und Positionierungsphase, bei dem die Studierenden sich selbst in diesem Feld verorten sollen.

Kolloquien

Dieses Format dient der freien Vermittlung von Themen außerhalb des akademischen Betriebes und ist für Interessenten frei zugänglich. Es eignet sich außerdem zur weiteren Professionalisierung von Kunstschaffenden oder der anderen anschlussfähigen Teilnehmenden. 

Themen können hier der Austausch von Wissen und Alltagserfahrungen sein. Die Diskurse haben daher einen semi-wissenschaftlichen Anspruch. Je nach Eignung der Themen werden theoretische Bezüge hergestellt, es wird pragmatisch argumentiert oder Kunst angeschaut.

Arbeits- und Organisationsforschung

Aus der Schnittmenge Kunst und Wirtschaft erschließen sich neue Experimentierfelder. Sowohl Prozesse als auch Strukturen sind frei interpretierbar oder aber es ergeben sich konkrete Fragestellungen, die im realwirtschaftlichen Bezug nicht bearbeitet werden können.

Wird den Themen Arbeit und Organisation der zweckrationale Zusammenhang entzogen, ergeben sich neue Gestaltungsmöglichkeiten, die durchaus in Innovationen transferierbar sein können.

Produktforschung

Ähnliche Optionen ergeben sich bei denjenigen Produkten, bei deren Entwicklung der Marktbezug zunächst eher hintergründig erscheint. Ähnlich wie beim Schaffen von Kunstwerken kann Ergebnisoffenheit gegeben sein – das Experiment und der Gestaltungsprozess rücken in den Vordergrund. Die technologische Dimension von WIRKUNGEN wird hierbei deutlich.

Literatur

Um forschen und lehren zu können, ist eine geeignete Lektüre unabdingbar. Inzwischen erscheinen vermehrt Veröffentlichungen zum Thema „Kunst und Wirtschaft“. Diese gilt es zu dokumentieren, um Quellenbezüge nutzen zu können. Dennoch findet Primärliteratur aus den Sozial-, Wirtschafts-, und Ingenieurwissenschaften ebenfalls Berücksichtigung und bleibt unverzichtbar.

Konzeptentwicklung

WIRKUNGEN ist bestrebt, die gewonnenen Erkenntnisse in die Anwendung zu führen. Hierfür werden Konzepte generiert, welche sich aus den Rückschlüssen speisen. Die Entwicklungsarbeit liegt hier in der Operationalisierung der Daten und Beobachtungen, welche entweder in einem Projekt, einer wissenschaftlichen Arbeit oder in einer Geschäftsidee münden können.

Produktentwicklung

Bei der Produktentwicklung handelt es sich der Logik nach um Objekte, die sich aus der Produktforschung ergeben und ein vermutbares Marktpotenzial aufweisen. Um dieses Potenzial entfalten zu können, werden sie in einen Designprozess gegeben, welcher eine Absatzfähigkeit herstellen soll.